Berichte der Kinderkirche 2014

16.02.14 - Thema: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Die Kinder hörten zu diesem Thema folgende Geschichte, welche Jesus einem Schriftgelehrten erzählte, ihm zu erklären, wie man sich seinen Mitmenschen gegenüber verhalten soll:

Ein Mann aus Jerusalem Namens Jakov will verreisen. Er muss nach Jericho. Darum packt er seine Sachen: Bündel, Jacke und Hut.

Damals gab es noch keine Autos und keine Bahn. Die meisten Menschen laufen, auch ganz weite Strecken wie nach Jericho. Der Weg nach Jericho ist sehr einsam. Er führt mitten durch die Steinwüste. Da ist kein Haus und kein Baum, so weit man schauen kann, nur Felsen und Steine. Nicht viele Leute reisen durch die Wüste, denn der Weg von Jerusalem nach Jericho ist ein gefährlicher Weg. Räuber lauern dort und auch wilde Tiere.

Der Mann geht den Weg und plötzlich passiert es: Er wird von einem Räuber überfallen. Oh weh, da liegt der Mann nun ganz allein und schwer verletzt. Er ruft: "Hilfe, hilfe, ist denn keiner da, der mir helfen kann?"

Doch da kommt jemand, ein reicher Mann. Näher und näher kommt er, dann schaut er weg und geht weiter.

Aber da kommt noch jemand, ein Ausländer aus Samaria auf seinem Esel. Dieser Mann bleibt mit seinem Esel neben dem Verletzten stehen, untersucht die Wunden des verletzten Jakov und behandelt sie und gibt ihm etwas zu trinken. Dann legt er den Verletzten auf seinen Esel und bringt ihn zur nächsten Herberge. Der Samariter gibt dem Wirt Geld, damit er den Mann gesund pflegt. Er sagt: "Pflege diesen Mann gut bis ich wieder zurückkomme. Wenn du noch mehr Geld brauchst, gebe ich es dir später."

Jesus fragt zum Schluss seinen Zuhörer: "Wer hat nun dem armen Jakov am besten geholfen?"
Das ist bestimmt keine schwere Frage und alle Wissen. Es war der Samariter.

In einer anschließenden Gesprächsrunde stellten wie den Kindern die folgende Fragen:

Nach einem gemeinsamen Gebet durften die Kinder noch ein Bild vom barmherzigen Samariter ausmalen.

16.03.14 - Thema: Die zehn Gebote

Zu Beginn zeigten wir den Kindern zwei (selbstgebastelte) Tafeln mit Sätzen darauf. Was darauf geschrieben steht hat Gott zu Moses gesagt und Moses schrieb dies auf die Steintafeln. Es sind die zehn Gebote.

Die Kinder hörten nun, was damals geschah:

Die Israeliten wanderten drei Monate durch die Wüste. Dann erreichten sie den Berg Sinai. Am Fuß des Berges schlugen sie ihr Lager auf. In seinem Schatten wollten sie ausruhen. Moses stieg auf den Berg hinauf, um Gottes Stimme zu hören. Auf dem Gipfel des Berges fühlte er sich Gott ganz nah. Und Gott sprach: "Ihr habt gesehen, wie ich mich all die Zeit um euch gekümmert habe. Mit euch will ich einen besonderen Freundschaftsbund schließen. Geht zu meinem Volk und sagt ihm, dass es bald meine Stimme hören wird!"

Moses stieg den Berg wieder hinab und erzählte den Israeliten, was Gott ihm gesagt hatte. Die Menschen warteten gespannt darauf, was Gott ihnen sagen wollte.

Nach drei Tagen begann es zu donnern und zu blitzen. Die Erde zitterte und Feuer und Rauch stiegen vom Berg auf. Gott war auf den Berg hinabgestiegen. Er sprach mit lauter Stimme: "Hörst du mich Israel? Ich bin Jahwe, dein Gott. Ich habe dich durch die Wüste hierher geführt. Und hier gebe ich euch zehn Gebote nach denen ihr leben sollt.“

  1. Ich bin der Herr euer Gott. Ihr könnt es euch nicht vorstellen, wie ich bin. Glaubt nicht an falsche Götter, die ihr euch selbst macht!
  2. Ihr sollt den Namen des Herrn, eures Gottes nicht missbrauchen. Benutzt ihn nicht für Sachen, mit denen ihr nichts zu tun habt.
  3. Feiert den Sonntag als meinen Feiertag.
  4. Seid gut zu eurem Vater und eurer Mutter, und habt sie lieb.
  5. Tötet niemanden, verletzt niemanden, fügt keinem Menschen Schaden zu.
  6. Schützt die Ehe und Familie. Bleibt dem Menschen treu, die ihr lieb habt.
  7. Stehlt nicht. Nehmt keinem Menschen etwas weg, was ihm gehört.
  8. Lügt nicht und sagt nichts falsches über irgendeinen Menschen.
  9. Seid nicht neidisch über das Glück das Menschen haben, die sich lieben.
  10. Beneidet nicht andere Menschen, weil sie etwas besitzen.

Die Gebote schrieb Moses auf zwei Steintafeln.

In einer anschließenden Gesprächsrunde klärten wir, warum auf der einen Tafel drei und auf der anderen sieben Gebote stehen. Zum Abschluß durfte jedes Kind einen kleine Mosesfigur aus Papier basteln.