Berichte der Kinderkirche 2013

03.02.13 - Thema: Heiliger Blasius

Wir erzählten den Kindern die Geschichte des Blasius, der zuerst als Arzt und später als Bischof tätig war.

Zu jener Zeit wurden die Christen verfolgt, weil sie den Kaiser nicht als Gott anbeten wollten. Blasius versteckte sich deshalb im Wald, wo er sich um verletzte Tiere kümmerte und ihnen seinen Segen gab.

Als er schließlich entdeckt wurde und ins Gefängnis gebracht werden sollte, kam eine verzweifelte Mutter zu ihm. Ihr Kind drohte an einer Fischgräte zu ersticken. Blasius segnete das Kind und die Gräte löste sich - das Kind wurde gerettet.

Und weil Blasius das Kind mit Gottes Hilfe geheilt hatte, wurde er im Mittelalter zum Patron für alle Halskrankheiten, woran noch das heutige Ritual des Blasiussegen erinnern soll.

Im Anschluss an die Geschichte durften die Kinder Kerzen verzieren und mit nach Hause nehmen.

17.03.13 - Thema: Heiliger Josef

Wir erzählten den Kindern folgende Geschichte:

Josef und Jesus - Ein super Team

Josef lebte als Zimmermann in Nazareth und war der Verlobte von Maria, der Mutter Jesus. Er war hilfsbereit und gutherzig und war da, wo man ihn gebraucht hat. Josef sorgte sehr für seine Familie und hörte auf Gottes Stimme. Eines Tages bekommt Jesus mit, dass sich die Eltern seines Freundes Benjamin darüber unterhalten, dass sie dringend eine neue Tür brauchen, diese sich aber nicht leisten können.

Jesus geht zu Josef in die Werkstatt und sagt: "Benjamins Eltern haben kein Geld für eine neue Tür und die alte fällt bald auseinander."

Josef antwortet: "Ich werde eine neue Tür zimmern."

"Aber sie haben doch kein Geld", meint Jesus.

Da sagt Josef: "Wir beide - du und ich - werden ihnen die Tür schenken."

Und dann arbeiten sie beide zusammen und zimmern eine neue Tür. Jesus kann es kaum erwarten die Gesichter von Benjamin und seinen Eltern zu sehen, wenn sein Vater ihnen die Tür schenkt.

Wir informierten die Kinder darüber, dass der Namenstag des Heiligen Josef am 19. März gefeiert wird.

07.04.13 - Thema: Die Emmaus-Jünger

Am Sonntag nach der Kreuzigung gingen zwei Jünger von Jerusalem nach Emmaus, einem kleine Ort, der ungefähr 12 km von der Hauptstadt entfernt lag. Sie waren über zwei Stunden unterwegs und redeten über die aufregenden Ereignisse der letzten Tage. Sie konnten es immer noch nicht fassen, dass Jesus jetzt nicht mehr bei ihnen war. Während sie miteinander diskutierten, kam ein Fremder des Weges und lief eine Weile neben ihnen her.

"Worüber sprecht ihr, und weshalb sei ihr so traurig?" fragte der Fremde. Sie blieben überrascht stehen, und der eine der beiden antwortete: "Bist du so fremd hier in Jerusalem, dass du nicht mitbekommen hast, was am letzten Freitag passiert ist?".

"Nun, was ist denn passiert?" erkundigte sich der Fremde.

"Die Verurteilung von Jesus von Nazareth! Er war ein Prophet. Er hat Gottes Wort verkündigt. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tode verurteilt und ans Kreuz schlagen lassen. Das ist schrecklich. Denn wir haben gehofft, dass er der Messias ist, der Israel retten wird."

"Heute ist schon der dritte Tag, dass er tot ist", fiel der andere seinem Begleiter ins Wort. "Und außerdem haben uns einige Frauen aus unserem Bekanntenkreis in große Aufregung versetzt. Sie waren im Morgengrauen am Grab und fanden es leer. Als sie zurück kamen sagten sie, es sei ein Engel erschienen, der habe gesagt, dass Jesus lebe. Aber keiner hat Jesus bisher gesehen."

"Es fällt euch wohl sehr schwer zu glauben, was die Propheten gesagt haben", antwortete der Fremde. "Der Messias musste das alles erleiden So steht es in der Schrift". Und dann erklärte er ihnen, was bei Mose und den Propheten geschrieben stand.

Als sie in Emmaus ankamen wurde es dunkel. Der Fremde wollte sich verabschieden, aber die Jünger sagten: "Herr, bleibe bei uns denn es wird bald Abend und der Tag geht zu Ende." Da ging er mit ihnen. Als sie zusammen beim Abendessen saßen, nahm der Fremde das Brot, dankte Gott und brach es in Stücke, die er ihnen gab. Da ging den beiden Jüngern ein Licht auf.

Sie erkannten Jesus aber im gleichen Augenblick war er verschwunden. Genau so plötzlich, wie er aufgetaucht war. Noch in derselben Stunde brachen sie auf, um nach Jerusalem zurückzukehren und den anderen von ihrem Erlebnis zu berichten.

In der anschließenden Gesprächsrunde unterhielten wir uns mit den Kindern über die Geschichte. Dann sangen wir noch gemeinsam das Lied "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind".

Als Bastelarbeit durfte jedes Kind seine Füße auf buntem Papier abzeichnen, ausschneiden und auf ein Stück Tapete als Weg aufkleben.

09.06.13 - Thema: Brotvermehrung - die Speisung der 5000

Heute erzählten wir den Kindern von diesem wundersamen Ereignis vor ca. 2000 Jahren. Damals hatten sich wieder viele Menschen um Jesus versammelt, um von ihm Geschichten über Gott zu hören.

Als es Abend geworden war. Berichteten die Jünger Jesus, dass die Leute Hunger hätten, ihr Essen aber nicht miteinander teilen wollten, so dass es für alle reichte. Dies machte ihn traurig.
Da kam ein Junger - der wollte seine 5 kleinen Brote und 2 Fische mit den anderen teilen.
Jesus nahm eines dieser Brote, brach ein Stück ab und gab es dem Nächsten. Plötzlich teilten noch mehr Menschen miteinander und das Essen und Trinken reichte für alle. Die Menschen teilten und feierten die ganze Nacht und erzählten sich noch lange von diesem Wunder.

Im Anschluss an die Geschichte haben auch wir bei einem gemeinsamen Picknick Essen und Trinken geteilt, sowie Mandalas angemalt.

30.06.13 - Thema: Heiliger Petrus

Zu Beginn der Kinderkirche durften die Kinder einen sehr großen Stein betrachten, befühlen oder aber auch darauf stehen. Wir stellten uns vor, woher er wohl stammen könnte, z.B. von einem großen Fels. Auch sprachen wir darüber, wie stark so ein Fels doch ist.

Anschließen erzählten wir den Kinder folgende Geschichte:

Schon eine lange Zeit war Simon mit Jesus unterwegs. Vieles haben sie miteinander erlebt. Oft hat Simon über Jesus gestaunt. Manchmal fiel es ihm auch schwer, an Jesus und seine Botschaft zu glauben. Aber Jesus spürte eine große Kraft in Simon und seine große Liebe zu ihm.

Heute sind die beiden wieder unterwegs. Auch die anderen Jünger sind dabei. Sie sprechen miteinander darüber, für wen die Menschen Jesus halten.

Da fragte Jesus seine Jünger: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon antwortete: Du bist der Sohn des lebendigen Gottes.

Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon, denn mein Vater im Himmel hat dir dies offenbart. Ich sage dir: Du bist Petrus, das heißt: der Fels. Und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen.

Jesus hat gespürt: Petrus Glaube und seine Liebe zu mir ist so stark wie ein Fels. Ihm kann ich die Menschen anvertrauen. Er soll das Fundament für meine Kirche sein. Sie besteht aber nicht aus einem Bau aus harten Steinen, sondern ist eine Menschenkirche, in der alle zusammen gehören in meinem Namen.

Manchmal vergleichen wir Menschen mit einem Felsen. Wir meinen dann, dass sie stark sind. Damit sind aber nicht seine Muskeln gemeint. Es gibt viele Menschen, die stark in ihrem Herzen und in ihrem Glauben sind. Sie glauben ganz stark an Gott. Sie stehen felsenfest zu ihm. So ein starker Mensch war Petrus. Er hieß eigentlich Simon, aber Jesus hat ihm den Namen Petrus, der Fels, gegeben.

Während die Geschichte erzählt wurde, stand in unserer Mitte eine Kirche auf einem "Fels".
Die Kinder durften danach Menschen anmalen, ausschneiden und zur Kirche kleben.

06.10.13 - Thema: Erntedank

In der Mitte unseres Stuhlkreises hatten wir mit Obst und Gemüse gefüllte Körbchen gestellt und ließen die Kinder erzählen, was sich darin befand.

Nun zeigten wir den Kindern Apfelkerne und besprachen gemeinsam, was diese zum wachsen bräuchten. Nämlich: Erde, Sonne und Regen.

Danach erzählten wir eine Geschichte von einem Apfelbaum. In einer Unterhaltung zwischen Apfelbaum, Sonne, Wind und Regen ging es darum zu verdeutlichen, dass all dies gebraucht wird, damit ein Apfelbaum wachsen und Früchte tragen kann.

Wir erklärten, dass wir an Erntedank unseren Dank für eine gute Ernte aussprechen und uns daran erinnern, dass Gott uns all dies geschickt hat. Nach einem kurzen Dankgebet durften die Kinder ein Bild zum Thema ausmalen und sich zum Abschluss einen Apfel mitnehmen.