Berichte der Kinderkirche 2012

12.02.12 - Thema: Franz von Assisi

Franz wurde im Jahr 1182 in Assisi geboren. Das ist eine Stadt in Italien.

Sein Vater war ein reicher Kaufmann und verwöhnte den Sohn. Franz trug teure Kleidung und bekam immer das neueste Spielzeug, von dem andere Jungen nur träumen konnten.

Als er gerade mal 20 Jahre alt war zog er als Ritter in den Kampf und wurde dabei gefangen genommen. Und in der Gefangenschaft wurde er auch noch schwer krank. So hatte er viel Zeit, um über sein Leben nachzudenken.

Als Franz frei gelassen wurde, ist er total verändert. Sein bisheriges, wohlhabendes Leben erschien im plötzlich sinnlos und leer. Er war niedergeschlagen und konnte sich über nichts mehr freuen. Auch die Arbeit im Geschäft seines Vaters machte ihm keinen Spaß.

Lieber lief Franz allein durch die Straßen von Assisi. Er bemerkte, dass es große Unterschiede zwischen reichen und armen Leuten gab. Er sah Menschen, die noch nicht einmal das Nötigste zum Leben hatten. Das fand Franz ungerecht und beschloss, etwas dagegen zu unternehmen.

Kurzerhand zog er die Kleider eines Bettlers an und verschenkte Geld an die Armen. Seine reichen Freunde und auch seine Familie verstanden ihn nicht und wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Nach einem heftigen Streit mit seinem Vater bekam er auch kein Geld mehr.

Franz zog durch das Land und erzählte den Menschen von Jesus. Er sagte ihnen, dass Gott keinen Unterschied zwischen reich und arm macht. Und er brachte viele dazu, den Armen und Kranken zu helfen.

Immer mehr Leute bewunderten Franz. Viele junge Männer wollten so leben wie er. Sie gründeten eine Gemeinschaft, den Orden der Franziskaner.

Franz hatte nicht nur ein großes Herz für die Menschen, sondern für die ganze Schöpfung Gottes. Er sprach mit Pflanzen und Tieren.

Die Kinder hörten nun noch die Legende, wie Franz zu den Vögeln sprach.

In Anlehnung daran, durften die Kinder noch bunte Vögel basteln

Edith Knebel

25.03.12 - Thema: Zachäus der Zöllner

Die Kinder hörten folgende Geschichte

Am Stadttor von Jericho saß Zachäus und kassierte Zoll. Weil er besonders viel Geld von den Menschen verlangte, wollte niemand etwas mit ihm zu tun haben.
Eines Tages kam Jesus in die Stadt und viele Menschen versammelten sich um ihn, denn sie wollten ihn sehen und ihm zuhören.

Auch Zachäus wollte Jesus sehen, doch da er sehr klein war, versperrten ihm die Leute die Sicht. Da suchte er sich einen Baum, kletterte hinauf und wartete bis Jesus vorbeikam. Als dieser Zachäus auf dem Baum sitzen sah, forderte er ihn auf herunterzukommen. Er sagte: "Zachäus, heute will ich bei dir zu Gast sein. Ich will mit dir essen und trinken, reden und lachen."

Zachäus konnte es kaum glauben. Jesus wollte in seinem Haus zu Gast sein. Bei ihm, den niemand leiden konnte. Er lud auch die anderen Zöllner zu sich ein und sie saßen alle an einem Tisch, redeten und lachten, aßen und tranken.

Zachäus war so beeindruckt von der Güte Jesu, dass er beschloss sich zu ändern: Er zahlte den Menschen, die er betrogen hatte, das vierfache wieder zurück. Er war zwar nun ärmer als vorher, aber glücklicher, denn die Leute hatten keinen Grund mehr ihn zu verachten.

Im Anschluss an die Geschichte durften die Kinder ein Ausmalbild anmalen.

22.04.12 - Thema: Die Schöpfungsgeschichte

Die Kinder hörten folgende Geschichte:

Am Anfang war überall nur Wasser und es war dunkel. Aber Gottes Geist schwebte schon über allem. Da sprach Gott: "Es werde Licht" und es wurde hell - das war am ersten Tag.

Am zweiten Tag erschuf Gott den Himmel und so eine Wand zwischen dem Wasser, das von oben kommt und dem Wasser, das unten ist.

Nun musste das Wasser beiseite geschoben werden, damit das Land frei wurde und etwas wachsen konnte. Das war am dritten Tag.

Am vierten Tag setzte Gott Sonne, Mond und Sterne an den Himmel. Und so gab es am Tage Licht und auch in der Nacht ein wenig.

Am fünften Tag schuf Gott die Vögel, Fische und die Tiere an Land.

Am sechsten Tag schuf Gott sein letztes und besonderes Werk: den Menschen. Er sollte auf der Erde leben können, um sie zu bebauen und von den Früchten zu leben. Und er schuf Männer und Frauen und segnete sie.

Am siebten Tag, da ruhte Gott aus und sagte auch dem Menschen: "Du kannst sechs Tage arbeiten, aber am siebten Tage sollst du ruhn."

So segnete er den siebten Tag und die Menschen dankten ihm und feierten diesem Tag ihre Gottesdienste.

20.05.12 - Thema: Jona im Wal

Wir erzählten den Kindern die Geschichte vom Propheten Jona, der von Gott einen Auftrag erhielt. Er sollte mit den Menschen in der Stadt Ninive sprechen, die alle sehr böse waren und sie zur Umkehr bewegen.

Aber Jona hatte große Angst davor und so lief er weg und versteckte sich auf einem Schiff, das nach Spanien fahren sollte. Als er an Bord war kam ein furchtbarer Sturm auf und alle hatten Angst zu ertrinken.

Jona empfand dies als Strafe Gottes und bat die Seeleute ihn über Bord zu werfen. So geschah es schließlich und der Sturm legte sich.

Jona aber wurde von einem Walfisch verschluckt und blieb dort drei Tage lang. Er bat Gott um Verzeihung und Hilfe und wurde schließlich wieder ans Ufer gespuckt. Jona war Gott sehr dankbar und beschloss, schnell nach Ninive zu gehen, um den Menschen von Gott zu erzählen.

Im Anschluss an die Geschichte bastelten die Kinder Wale mit einem aufklappbaren Bauch, in dessen Inneren Jona zu sehen war.

10.06.12 - Thema: Johannes der Täufer

Wir erzählten den Kindern die Geschichte von Johannes, der in Israel an einem Fluss namens Jordan lebte. Dort predigte er und viele Menschen kamen zu ihm. Er machte Sie auf ihre Fehler und Sünden aufmerksam und rief zur Umkehr auf. Er sagte zu ihnen: "Ihr müsst über euch nachdenken, eure Sünden bereuen und so leben, wie es Gott gefällt." Viele Menschen sahen ihre Sünden ein und versprachen ihr Leben zu ändern.

Da tauchte Johannes sie unter Wasser und taufte sie im Fluss Jordan. Er sagte: "Dies ist ein Zeichen für Umkehr und Vergebung."

Johannes erzählte den Menschen von einem Mann, der bald kommen würde, um sie mit dem Geist Gottes zu taufen. Und tatsächlich: Eines Tages kam Jesus an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. Kaum aber tauchte Jesus wieder aus dem Wasser auf, öffnete sich der Himmel und der Geist Gottes kam in Gestalt einer Taube auf ihn herunter.

Johannes der Täufer bereitete die Menschen auf Jesus vor, indem er in der Wüste predigte und den Menschen die Augen öffnete. Davor aber öffnete sich Johannes ganz für Gott. Er vermied alle Ablenkungen und Bequemlichkeiten und lebte von Heuschrecken und Honig. Er machte keinen Unterschied zwischen Armen und Reichen. Er hielt allen Leuten den Spiegel vor, damit sie ihre Sünden bereuen und ein neues Leben beginnen sollten.

Im Anschluss an die Geschichte durften die Kinder ein Bild von Johannes dem Täufer anmalen.

08.07.12 - Thema: Engel

Die Kinder hörten folgende Geschichte:

"Du meine Güte, du hast aber einen guten Schutzengel gehabt", sagt Opa Willi erschrocken. Er wagt nicht einmal, Lisa wie gewohnt an sich zu drücken. Vorsichtig tippt er auf ihren Gipsfuß. "Was hättest du dir noch alles brechen können! Aber erzähl doch, tut es noch weh?" Lisa lächelt tapfer und schüttelt den Kopf.

Dann muss Mama Opa Willi erzählen, wie der Unfall passiert ist. "Lisa ist mit Tim die Spielstrasse hinunter gerast", erklärte Mama." Die beiden sind viel zu schnell gefahren. Unten in der Kurve ist Lisa dann mit voller Fahrt auf die Bordsteinkante geprallt".

An die Kurve hat Lisa gar nicht mehr gedacht. Sie wollte Tim nur unbedingt überholen. "Eigentlich ist Tim an allem Schuld. Warum musss er denn auch immer schneller sein als ich? Ohne ihn wäre das alles nicht passiert", jammert Lisa. "Mein Fahrrad ist ganz krumm und verbogen."

"Aber Lisa", tröstet Mama, "das kann man doch reparieren. Nur gut, dass du den Helm auf hattest. Einen Kopf kann man nicht so leicht reparieren wie ein Fahrrad. Du hast wirklich Glück gehabt."
"Oder einen guten Schutzengel, wie Opa immer sagt", verbessert Lisa ihre Mutter. "Aber wenn es wirklich einen Schutzengel gibt, der auf mich aufpasst, warum hat er nicht früh genug "Halt!" geschrien, als ich noch bremsen konnte?"
"So einfach ist es nun auch wieder nicht", lacht Opa Willi. "Für alles ist er auch nicht zuständig. Man muss schon noch selbst aufpassen. Aber das Schlimmste können Schutzengel verhindern".

Im Anschluß daran durften die Kinder berichten, ob sie einen Vorstellung davon haben, wie ihr Schutzengel aussieht und welche Aufgaben wohl so ein Engel hat.

Sie hörten auch, dass auch in der Bibel viel von Engeln geschrieben steht. Zum Beispiel im Alten Testament, Psalm 91,11, in dem es heißt:

Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf ihren Händen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.

Die Kinder bastelten passend dazu kleine "Fingerengel" und jedes bekam einen Glasengel geschenkt.

Damit verabschiedet sich das Kinderkirchenteam in die Ferien und wünscht allen eine erholsame Urlaubszeit.

30.09.12 - Thema: Erntedank

Zu Beginn der Kinderkirche stellten wir einen Korb mit Äpfeln bereit und zeigten den Kindern Apfelkerne.

Im Gespräch erarbeiteten wir gemeinsam, was so ein kleiner Kern alles braucht, um wachsen zu können, bis aus ihm ein Baum wird, nämlich: Erde - Sonne und Regen.
Dann erzählten wir folgende Geschichte:

Ein großer Apfelbaum war rundherum mit Blüten übersät. Ganz tolle weiße Blüten mit rosa Rändern.

Die Blüten unterhielten sich: "Ob wir immer so schön bleiben?"

Da lachte ein Ast des Baumes: "Ihr dummen Dinger! Ich werdet verwelken und euch in ganz klitzekleine giftgrüne Äpfelchen verwandeln, klein wir eine Erbse. Nach ein paar Wochen seid ihr dann so schwer, dass ich euch kaum noch tragen kann. Und wenn die Sonne scheint, färben sich eure Bäckchen gelb und rot. Und wenn die Menschen das dann sehen, kommen sie und pflücken euch ab".

Da meldete sich die Sonne: "Aber erst muss ich scheinen, damit die Bienen aus ihrem Haus kommen und den Honig aus euren Blütenkelchen trinken. Jeden Tag muss ich scheinen, damit ihr keine sauren Äpfel werdet, die die Kinder nicht mögen!"

Und der Wind rief dazwischen: "Mich braucht ihr aber auch! Ich muss euch schütteln und euren Blütenstaub durch die Luft tragen zu den anderen Blüten. Wenn ihr nicht den Blütenstaub von anderen Blüten aufnehmt, verwelkt ihr und sterbt ab."

Und der Regen ließ seine Tropfen fallen und sagte: "Ohne mich könnt ihr auch nicht wachsen. Die Wurzeln des Apfelbaumes müssen ganz viel Wasser aufsaugen können, damit der Baum genug Kraft hat, damit aus euch große, runde Äpfel werden können."

Da fragten die Blüten den Apfelbaum: "Wer hat dich gepflanzt?"
"Der Mensch hat mich gepflanzt. Und um meinen Stamm herum lockert er die Erde auf, damit meine Wurzeln genug Luft bekommen. Er beschneidet auch meine Äste, damit ich nicht so viele ernähren muss."

Die Blüten fragten die Sonne: "Liebe Sonne, wer hat dich geschickt?"
"Der liebe Gott schickt mich!"

Die Blüten fragten auch den Wind: "Wind, wer hat dich geschickt?"
"Der liebe Gott!"

Die Blüten fragten natürlich auch den Regen: "Hallo Regen, wer hat dich geschickt?"
"Der liebe Gott!"

Da wurden alle Apfelblüten ganz still und sie warteten und warteten - solange, bis sie eines Tages als leckere, saftige Äpfel mit roten Bäckchen am Baum hingen und reif waren. Und Jungen und Mädchen, Mamas und Papas kamen und freuten sich und pflückten sie ab.

Im Anschluss an die Geschichte erklärten wir den Kindern dass wir an Erntedank unseren Dank aussprechen für eine gute Ernte und daran erinnern wollen, dass Gott uns dies alles geschenkt hat. Nachdem wir noch ein Dankgebet sprachen, durften alle Kinder noch ein Bild von einem Apfelbaum anmalen.