Aktuelles

Sitz der Kirchengemeinde und das Pfarrhaus Philippsburg

„Vorläufig nach Oberhausen“, so war die Planung noch im Sommer des letzten Jahres. Durch verschiedene Faktoren, die wesentlich mit Investition, intensiven Auflagen des Denkmalschutzes, aber auch des Brand- und Arbeitsschutzes zusammenhängen, hat sich die Frage gestellt, ob eine weitere Investition in das Pfarrhaus Philippsburg noch zu vertreten ist.

In seiner letzten Sitzung im Jahr 2020 hat der Stiftungsrat sich dieser Frage angesichts steigender Investitionskosten gestellt. Alternativen wurden erörtert und eine Kostenschätzung für einen Umbau in Oberhausen in Auftrag gegeben.

In der ersten Sitzung in diesem Jahr wurden die Ergebnisse dem Stiftungsrat präsentiert. Die Kosten für einen Umbau sind mit 120.000€ berechnet. Dem gegenüber stehen die bisherigen 580.000€ in Philippsburg. Hier wissen wir, dass noch nicht alle Knackpunkte mit dem Denkmalamt geklärt sind und aufgrund eines maroden Öltanks auch erhöhte Investitionen bei der Heizanlage hinzukommen.

Parallel gibt es erste Schätzungen zur Kirchenrenovierung in Philippsburg von fast 600.000 Euro. Auch hier sind Kosten für die notwendige Erneuerung der Heizanlage noch nicht mit einberechnet. So stünde alleine in Philippsburg eine Investition von mindestens 1.1 Millionen Euro an, die von der Kirchengemeinde, also allen Gemeinden getragen werden müsste.

Aufgrund dieser Situation, der Einsparung von mindestens 400.000 Euro hat der Stiftungsrat einstimmig dafür votiert, dem Pfarrgemeinderat die Verlegung des Sitzes der SE nach Oberhausen zu empfehlen. Über diese Empfehlung wurde der Pfarrgemeinderat in der vergangenen Sitzung ausführlich mit einer Präsentation informiert.

Neben den dort erwähnten wirtschaftlichen Faktoren war für uns auch die Frage wichtig, ob wir als eine Nachfolgegemeinschaft Jesu glaubwürdig sind, wenn wir 400.000€ ausgeben, wenn wir für ein mindestens gleichwertiges Ergebnis dieses Geld einsparen können.

Diese Präsentation finden Sie auch hier auf der Homepage. Natürlich kann eine Präsentation nie alle Diskussionspunkte und Argumente ausführlich darlegen. Deshalb laden wir zu einer Pfarrversammlung zu diesem Thema ein. Informationen dazu finden Sie in einem gesonderten Artikel.




Gemeindeversammlung zum Thema
Sitz der Kirchengemeinde und das Pfarrhaus Philippsburg

Am 13. März laden wir um 16:00 Uhr in die Pfarrkirche St. Maria ein. Da bis jetzt noch nicht klar ist, ob eine solche Versammlung tatsächlich live stattfinden kann, werden wir diese Versammlung zugleich digital planen. Sie bekommen die Möglichkeit sich mit einem PC, Lautsprechern und evtl. Kamera einzuloggen ODER per Telefon an der Versammlung teilzunehmen.

Wenn Sie in diesen Zeiten den Kontakt lieber noch einschränken möchten, können Sie sich auch bei einer Präsenzveranstaltung mit PC oder mit dem Telefon dazu schalten.

Die Veranstaltung wird digital UND analog stattfinden um möglichst vielen Menschen aus der Seelsorgeeinheit die Teilnahme zu ermöglichen.

Auch wenn es um das Pfarrhaus in Philippsburg geht, betrifft die Verlegung die ganze Kirchengemeinde und auch der Haushalt ist ein einziger. Somit betrifft die Investition an der einen Stelle auch immer die anderen Gemeinden an anderer Stelle.

Für die Versammlung ist aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung notwendig. Dies geht ab dem 1. März über die Anmeldung zu den Gottesdiensten. Am Freitag, den 13. März teilen wir Ihnen die Zugangsdaten mit, wenn eine Präsenzveranstaltung nicht stattfinden kann oder Sie auf jeden Fall online oder per Telefon teilnehmen möchten.

Für die Teilnehmer am Telefon, werden wir am Donnerstag ab 17:00 Uhr eine ausgedruckte Version der Präsentation in der Kirche zum Mitnehmen auslegen. Auf einer Stellwand werden wir diese aber grundsätzlich zur Information aushängen.

Die Versammlung wird durch Dekanatsreferent Thomas Macherauch moderiert werden. So sollen Sie die Möglichkeit bekommen, uns auf eventuell nicht berücksichtigte Argumente für den Verbleib in Philippsburg hinzuweisen, aber auch der Trauer, dem Schock und der Enttäuschung in einer offenen und guten Weise Platz zu machen.




Impulse zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Stationen in unseren Kirchen luden zum Nachdenken, Bitten und Danken ein

Das vergangene Jahr war für uns alle ein besonderes Jahr, indem ab März viele Bereiche unseres Lebens neuen Regeln unterworfen waren. Angst vor Ansteckung und bei vielen auch um die Existenz, Verunsicherung, Unklarheiten, welche Regeln wo ab wann gelten, aber auch Unmut und Ärger machten sich breit.

Politisch schlägt die Opposition meist aus dem Unmut Kapital, weshalb sie diesem größeren Raum geben. Das Positive wird in der öffentlichen und auch privaten Diskussion oft weniger beachtet, gesagt und gehört.

Die Station „Was war in diesem Jahr – trotz Corona und allen Einschränkungen-schön?“ wollte den Blick genau auf diese positiven Erfahrungen lenken. Auf gelben Sternen konnte jeder und jede das schreiben, wofür er oder sie Gott „Danke sagen“ wollte. Die Sterne kamen in eine große Glasvase mit Lichterkette, sodass die guten Erfahrungen auch andere anstrahlten. Der Anblick der Gläser mit den Sternen hat mich immer wieder erfreut, auch wenn der Kampf mit der Lichterkette, die auf ganz unterschiedliche Art blinken kann, manchen Mesner etwas Zeit kostete.

Auf einigen Sternen wurde Gott für die viele Zeit in der Familie gedankt. Auch für gute Freunde, gemeinsame Spieleabende und Ausflüge in die Natur oder hilfsbereite Nachbarn wurde Gott gedankt. Mehrmals wird auch einfach für die eigenen Kinder und Enkel gedankt, sowie dass diese und man selbst gesund geblieben ist.

Bei der Station „Weihnachten mit – statt Weihnachten ohne“ konnte man sich die Person der Weihnachtsgeschichte aussuchen, mit der man gerne Weihnachten feiern würde. Das Kärtchen mit einem Bild dieser Person und kurzen Texten konnte man mit nach Hause nehmen. Die Kärtchen mit dem „Kind, das alles verändert“ und den „Engeln, die zeigen wo´s langgeht“ haben wohl den meisten Anklang gefunden, denn von ihnen waren die wenigsten übrig. Beide Kärtchen stehen für zentrale Figuren der Weihnachtsgeschichte und deren Botschaft: Engel machen Mut, schenken Trost und Hoffnung. Das Kind, das an Weihnachten im Mittelpunkt steht, verkündet wortlos, dass Gott gerade im Kleinen und Wehrlosen präsent ist. Gott verändert das Leben zum Positiven, wo ihm ein wenig Platz eingeräumt wird.

„Welche Schlagzeile wünschen Sie sich für das Jahr 2021?“ gab es als weitere Station. Viele Wünsche bezogen sich auf das Ende der Pandemie, wie zum Beispiel „Corona besiegt“, „Alle durchgeimpft“ oder „Rückkehr zum Alltag ohne Angst vor Ansteckung“. Selbst in Kinderschrift war zu lesen: „Ich wünsche mir, dass Corona vorbei ist“. – Aber auch „Frieden“, „Genügend Lebensmittel für alle“, „Rücksicht, Toleranz und Akzeptanz“, „Die Erderwärmung kann doch noch gestoppt werden“ wurden als Wunschschlagzeilen aufgeschrieben. Für den kirchlichen Bereich gab es den Wunsch nach einer Christmette in der eigenen Kirche, sowie die Wünsche nach geweihten Frauen am Altar und der Abendmahlsgemeinschaft mit den Kirchen der Reformation.- Hoffen wir, dass wenigstens die Wünsche rund um Covid19 im Laufe des Jahres 2021 erfüllt werden.

Die Möglichkeit, Fürbitten aufzuschreiben, die unsere beiden Priestern in ihren Gottesdiensten vor Gott bringen, wurde rege genutzt.

Von der Erzdiözese Freiburg gab es vorgestanzte Engel, in die man ein Teelicht stellen konnte, sowie dazu gehörendende Postkarten. Beides wurde gerne mitgenommen und war in einigen Kirchen schnell vergriffen.

Weihnachten ohne gemeinsame Gottesdienste, ohne Verwandtschaftsbesuche stattdessen mit Abstand fühlte sich für mich sehr seltsam an. Weihnachten war dieses Jahr anders. Die Botschaft der Postkarte, „Gott wird Mensch, wo Liebe ist“, gilt das ganze Jahr. In normalen und in anderen Zeiten. Dies immer wieder zu erleben, wünsche ich Ihnen und mir für das Jahr 2021.

Renate Mayer-Franz




Ein Teil der Geschichte Gottes mit uns

...diesen Auszug aus einem Aufsatz eines Viertklässlers bekam ich letzthin von einer Mutter zugeschickt. Ich musste echt mal grinsen, als ich das gelesen habe. Schön finde ich, wenn durch unseren Krippenspielfilm die Weihnachtsbotschaft daheim „angekommen“ ist und sogar auch noch ein bisschen nachwirkt... auch, wenn wir sie viel lieber zusammen erlebt und gefeiert hätten.

Über 1200 Mal wurde unser Krippenspielfilm auf unserer Homepage und über Youtube aufgerufen und wir haben erfreulicherweise auch sehr viele persönliche Rückmeldungen erhalten. Das ist – auch wenn Weihnachten schon wieder lange her ist – ein Grund, auch hier auf unserer Homepage nochmal von ganzem Herzen DANKE zu sagen:

DANKE an die Rheinsheimer Kinder, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben und so überzeugend ihre Rollen gespielt haben.

DANKE an die Eltern, die auf ihre Weise „mitgespielt“ und mitunterstützt haben.

DANKE an Norbert Bilek, unserem Kameramann, der viele Stunden in dieses Projekt gesteckt hat.

DANKE an das Krippenspielteam, das voll mitgedacht und mitgesorgt hat, damit alles so gut geklappt hat.

DANKE an die Rheinsheimer Feuerwehr, die uns an zwei Abenden die Beleuchtung und den Strom für die Aufnahmen gestellt hat.

Und nicht zuletzt DANKE an „DEN da oben“, der dafür gesorgt hat, dass zur richtigen Zeit am richtigen Ort immer genau die Menschen waren, die wir gebraucht haben, um seine Botschaft in die Welt zu tragen.

Es war echt ein besonderes Abenteuer, das sicher denen, die mitgewirkt haben, noch lange in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht auch deshalb, weil sie selbst ein Teil der „Geschichte Gottes mit uns“ geworden sind. Vielleicht ist es ja auch der ein oder andere Zuschauer geworden...

In der Hoffnung, dass ER seine Geschichte mit uns weiterschreibt, grüße ich Sie ganz herzlich

Susanne Köhler, Gemeindereferentin




Kath. Kirchenchor Philippsburg

Trotz Corona: Wir geben nicht auf!

Seit fast einem Jahr finden nun für den Kirchenchor keine Singstunden mehr statt. Wenn wir auch anfangs dachten, nun ja, ein paar Wochen, dann ist der Spuk vorbei, so hatten wir uns doch arg getäuscht! Dieses fiese Corona-Virus hat das gesamte Vereinsleben – nicht nur die Chöre – fest im Griff, und zwar viel länger, als man sich das je vorstellen konnte!

Die ganze Karwoche und Ostern ohne Gottesdienste! Wann hat es sowas schon mal gegeben? Keine Gottesdienste, bei denen man gemeinsam fröhlich das Auferstehungs-Halleluja anstimmten konnte. Als kleiner Trost und Ersatz saßen viele Gläubige daheim vor den Bildschirmen und feierten auf ungewöhnliche Weise und wehmütigen Herzens das Osterfest mit.

Im Sommer wurden dann wieder Gottesdienste erlaubt, auch mit ein wenig Gemeindegesang. Dieser wurde im Herbst dann wieder eingeschränkt.

Aber ein Gottesdienst ganz ohne Musik, das geht doch eigentlich nicht! Und so hat man sich Gedanken gemacht, wie es möglich wäre, die Gottesdienste corona-konform musikalisch mitzugestalten. Zwei oder drei Sänger/innen stimmten anfangs mit Gitarre, später mit der Orgel, den Gemeindegesang an. Die Resonanz bei den Gottesdienstbesuchern war erfreulich, aber auch uns Sängern hat es große Freude gemacht. Endlich durften wir wieder singen!

Und weil auch im Seniorenhaus keine Gottesdienste mehr gefeiert werden durften, wurden Aufnahmen mit den beliebtesten Liedern aus dem Gotteslob gemacht, die über Lautsprecher in die Zimmer der Bewohner übertragen wurden.

Ein großes Problem während der Krise war und ist die Situation für die freischaffenden Künstler, zu denen auch unser Chorleiter gehört, der seit Monaten keine Arbeit mehr hat. So gründeten wir kurzerhand einen „Corona-Chor“ bzw. Minikirchenchörle. So konnten wir schon an Allerheiligen die sehr bewegende Gedenkfeier für die Verstorbenen des Jahres auf dem Friedhof musikalisch mitgestalten, und von da an jeden Gottesdienst, der in Philippsburg stattfand – sonn- und werktags – mit Liedern umrahmen. Ich denke vor allem gerne an die abendlichen Rorate-Messen im Advent bei Kerzenschein mit stimmungsvollen Adventsliedern. Zu Weihnachten wurden einige Weihnachtslieder von Norbert Bilek nahezu professionell aufgenommen. Dazu hatte er auch Eindrücke bei einem Rundgang durch das kerzenhelle Gotteshaus gesammelt. Beides kann man auf der Homepage der Seelsorgeeinheit ansehen und –hören.

Der Höhepunkt und wohl auch in absehbarer Zeit letzter Auftritt des Chörles war die Mitgestaltung des Jahresabschlussgottesdienstes. So gut wie eben möglich konnten wir mit Herrn Pfarrer Brdlik und seinen hauptamtlichen Mitarbeitern in der ansonsten leeren Kirche mit festlichen Gesängen zu einem denkwürdigen Abschluss dieses Jahres 2020 beitragen.

Wir hoffen, dass auch Sie, liebe Gottesdienstbesucher, Freude an unserem Gesang hatten, auch wenn nicht jedes Tönchen so ganz lupenrein daherkam, was manchmal an der Nervosität, aber auch an dem für uns ungewohnten Gesang, nämlich jede Stimme ganz auf sich gestellt, lag.

Ein bisschen wehmütig müssen wir nun vorläufig Abschied nehmen, aber wir hoffen, dass irgendwann wieder Gottesdienste stattfinden dürfen. Dann sind wir gerne dabei!

Natürlich freuen wir uns auch darauf, wenn mal wieder das normale Leben einkehrt und sich der Kirchenchor zu seinen wöchentlichen Proben treffen kann, um dann auch die Festgottesdienste im Jahreskreis mitgestalten zu können.

Ihnen allen wünschen wir ein gesegnetes Neues Jahr 2021! Bleiben Sie gesund!

B. Bohnert